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Spreemann

Peter Spreemann (55) ging nach seinem Schulabschluss als Polizeianwärter zur Bereitschaftspolizei, später zur Kriminalpolizei und setzte seine Karriere beim Bundeskriminalamt fort.
Spreemann wurde unter Horst Herold sozialisiert, jenem BKA-Präsidenten, der die Rasterfahndung erfand, ein erster Versuch mittels der Analyse von Bürgerdaten mögliche Tatverdächtige herauszufiltern. In den Achtzigern arbeitete Spreemann als verdeckter Ermittler. In diesem gesetzlichen Graubereich wurde er immer skrupelloser, verließ mehr als einmal die Grauzone eines Undercover-Agenten. Nach dem 11. September trieb er schließlich das Pre-Crime-Projekt voran.
Peter Spreemann fackelt nicht lange, packt an. Er mag einfache Entscheidungen, die er rasch und bestimmt trifft - so schnell, dass er Zweifel erst gar nicht hochkommen lässt. Ein Trauma verfolgt ihn bis heute: Als Leiter des Competence-Centers sieht Spreemann Tag für Tag, wie viele potentielle Täter unterwegs sind. Je mehr er die Menschen um sich herum ausspioniert, je mehr er über sie erfährt, desto mehr wächst auch die Angst vor ihnen - und desto weniger sicher fühlt er sich. Wie in seiner Jugend ist Peter Spreemann der Anstifter, der Taktgeber innerhalb des Trios Rösler-Gonzoldt-Spreemann. Er ist der Antreiber der Gruppe und ihr Vollstrecker.
